See if ssh key uses a pass phrase Wed, Jan 27. 2010
I don't quite see an option to ssh-keygen and the lot to check whether a ssh key uses a pass phrase or not.
It is possible though to create a public key from a private key using ssh-keygen -y ~/.ssh/id_rsa. Thus providing you with a password prompt in case you have a pass phrase defined.
In case you know of any option to directly tell if there is a pass phrase, please comment to let me know :)
It is possible though to create a public key from a private key using ssh-keygen -y ~/.ssh/id_rsa. Thus providing you with a password prompt in case you have a pass phrase defined.
In case you know of any option to directly tell if there is a pass phrase, please comment to let me know :)
Packstation Phishing Fri, Jan 22. 2010
Gerade schlug bei mir eine Mail auf, die man wohl als Packstation-Phishing bezeichnen kann:
Baut da jemand ein Array von Briefkästen auf, mit dem er anonym Sendungen empfangen und versenden kann?
Wenn ja, ist das immerhin mighty cool. Und irgendwie tun sich da jede Menge (teils beängstigende) Möglichkeiten auf, was man damit machen könnte.
Update: Heise hatte dazu schon im vergangenen März (2009) einen Artikel: heise security: Packstation-Phishing mit vertrauenserweckender Domain
Return-Path: info at packstation.de
X-Spam-Status: No, score=0.0 required=5.0 tests=none autolearn=disabled
Received: from s153*****.onlinehome-server.info (EHLO s153*****.onlinehome-server.info) [87.106.*****]
by mx0.gmx.net (mx087) with SMTP; 22 Jan 2010 00:39:08 +0100
Date: 18 Jan 2010 03:31:47 +0100
Message-ID: 20100118023147.2224.qmail at s153*****.onlinehome-server.info
To: meineemailadresse_neinnichtwirklich at gmx.de
Subject: PACKSTATION Systemupdate
From: DHL AG info at packstation.de
X-GMX-Antivirus: 0 (no virus found)
X-GMX-Antispam: 0 (Mail was not recognized as spam);
Content-type: text/html;
Sehr geehrte(r) Sebastian Raible.
Da wir in den letzten Wochen unser Serversystem auf den neusten Stand gebracht haben, bitten wir Sie, aktiv bei unserem umfassenden Systemcheck mitzuwirken.
Dieser dient dazu, eventuelle Fehler zu beseitigen. Wir bitten Sie daher darum, sich auf der DHL-Seite einzuloggen um Ihre PACKSTATION-Daten zu überprüfen.
http:// PACKSTATI 0 N.6x. to/index.php?id=***************
Schlägt der Loginversuch fehl, bitten wir Sie, sich unter folgender Nummer zu melden:
0800 343 *** ** (0 ct/Min*)
Viel Spaß weiterhin mit Ihrer PACKSTATION wünscht Ihnen
Ihr PACKSTATION Team
*) Aus dem deutschen Festnetz
-----------------------------------------------------------
DHL Vertriebs GmbH Co. OHG
Rathausplatz 1
10234 Berlin
Baut da jemand ein Array von Briefkästen auf, mit dem er anonym Sendungen empfangen und versenden kann?
Wenn ja, ist das immerhin mighty cool. Und irgendwie tun sich da jede Menge (teils beängstigende) Möglichkeiten auf, was man damit machen könnte.
Update: Heise hatte dazu schon im vergangenen März (2009) einen Artikel: heise security: Packstation-Phishing mit vertrauenserweckender Domain
Der Mantel Tue, Dec 29. 2009
Alles begann mit meinem ersten Auftrag als Engel auf dem 26C3 am Morgen des ersten Tags, so zwischen 5 und 8 Uhr morgens. Ich saß mit F. am Eingang und kontrollierte bzw. befestigte die Eintrittsarmbänder der paar wenigen Verrückten(?), die um die Uhrzeit schon auf den Congress wollten. Meine Tasche und meinen Mantel hatte ich neben F. auf dem Boden abgelegt.
Am Ende meiner Schicht war mein Mantel weg, meine Tasche und ein anderer Mantel waren aber noch da. Also alles klar: Eine Verwechslung. Ich schrieb einen Zettel für den Infodesk, schrieb meine Vermissensmeldung ins Wiki und sagte im Chat bescheid. Ich dentete, ich erzählte Leuten davon.
Der Tipp, doch zu schauen, wer noch Schicht hatte, lief ins Leere, auch meldete sich niemand auf meine Kontaktversuche.
Mittlerweile ist der dritte Tag, ich trug den (eine Nummer zu großen, weniger warmen und leicht kaputten) Mantel des mysteriösen Fremden weiter (mangels Alternative) und hängte ihn im Engelbereich an die Garderobe wie schon in den Tagen davor. Meinen Schal steckte ich wie immer in einen Ärmel.
Eben kam ich dann zur Garderobe zurück und: Der Schal war noch da, der Mantel weg.
Okay, also entweder der Besitzer hat gesucht und gefunden und zurückgetauscht (wo ist dann mein Mantel?). Oder aber mein Mantel wurde nicht vertauscht sondern geklaut und ich - der eine Vertauschung annahm - "klaute" den fremden Mantel. Aber wieso sollte jemand einen Mantel und nicht meine Tasche klauen?
Und wieso hat niemand einem Engelkoordinator bescheid gesagt?
Ich friere jetzt. Außer am Hals. Bin leicht verwirrt und verwirre zudem noch andere mit meiner wirren Mantelgeschichte.
Am Ende meiner Schicht war mein Mantel weg, meine Tasche und ein anderer Mantel waren aber noch da. Also alles klar: Eine Verwechslung. Ich schrieb einen Zettel für den Infodesk, schrieb meine Vermissensmeldung ins Wiki und sagte im Chat bescheid. Ich dentete, ich erzählte Leuten davon.
Der Tipp, doch zu schauen, wer noch Schicht hatte, lief ins Leere, auch meldete sich niemand auf meine Kontaktversuche.
Mittlerweile ist der dritte Tag, ich trug den (eine Nummer zu großen, weniger warmen und leicht kaputten) Mantel des mysteriösen Fremden weiter (mangels Alternative) und hängte ihn im Engelbereich an die Garderobe wie schon in den Tagen davor. Meinen Schal steckte ich wie immer in einen Ärmel.
Eben kam ich dann zur Garderobe zurück und: Der Schal war noch da, der Mantel weg.
Okay, also entweder der Besitzer hat gesucht und gefunden und zurückgetauscht (wo ist dann mein Mantel?). Oder aber mein Mantel wurde nicht vertauscht sondern geklaut und ich - der eine Vertauschung annahm - "klaute" den fremden Mantel. Aber wieso sollte jemand einen Mantel und nicht meine Tasche klauen?
Und wieso hat niemand einem Engelkoordinator bescheid gesagt?
Ich friere jetzt. Außer am Hals. Bin leicht verwirrt und verwirre zudem noch andere mit meiner wirren Mantelgeschichte.
Die Bienemajakoala Thu, Nov 12. 2009
Ich breche jetzt – in rund 200 Worten – eine Lanze für die kleine Koalition:
Konzeptionell ist eine große Koalition einfach schon mal eine schlechte Sache. Da sind zwei riesige Parteien, die beide in sich schon zu großen Kompromissen finden müssen, um die vielen Mitglieder unter einen Hut zu kriegen. Und dann können die sich ja auch eigentlich nicht ausstehen. Sie konkurrieren um die „Mitte“ (die ich übrigens nicht für eine deutsche Erfindung halte, wie ich neulich las – siehe das Mouvement Démocrate in Frankreich), also mehr oder weniger um die selben Wähler. Folglich kann großkoalitionäre Politik nicht anders, als kompromisszerfressen zu sein.
Die kleine Koalition ist also genau das, was jetzt passieren musste. Sie kann polarisieren und klar auf Kante agieren. Sie kann unliebsame Maßnahmen durchregieren und dafür sorgen, dass sich linke und linksliberale Kräfte sammeln und organisieren können.
Die geliebte Bienemajakoala (mit Herzchen und Schleifchen) legt auch gleich gut los: Die Sozialverbände steigen endlich beim Zivildienst aus, das wird mit ein bisschen Glück endlich die Schwachstellen im System aufdecken. Die menschenfeindliche Politik von Abschiebung, Ausgrenzung und Verarmung durch die Abdrängung in Niedriglohnbereiche kann nicht durch eine vorgeblich BürgerrechtsfreundlicheBürgerrechte gelten nämlich nur für solche. Und nicht für alle Menschen, die in diesem Land leben. Politik aufgewogen werden; der sachte Ausstieg aus dem Atomausstieg nur zur Mobilisierung von Protesten führen. Wenn wir jetzt anpacken und die Polarisierung nutzen.
Konzeptionell ist eine große Koalition einfach schon mal eine schlechte Sache. Da sind zwei riesige Parteien, die beide in sich schon zu großen Kompromissen finden müssen, um die vielen Mitglieder unter einen Hut zu kriegen. Und dann können die sich ja auch eigentlich nicht ausstehen. Sie konkurrieren um die „Mitte“ (die ich übrigens nicht für eine deutsche Erfindung halte, wie ich neulich las – siehe das Mouvement Démocrate in Frankreich), also mehr oder weniger um die selben Wähler. Folglich kann großkoalitionäre Politik nicht anders, als kompromisszerfressen zu sein.
Die kleine Koalition ist also genau das, was jetzt passieren musste. Sie kann polarisieren und klar auf Kante agieren. Sie kann unliebsame Maßnahmen durchregieren und dafür sorgen, dass sich linke und linksliberale Kräfte sammeln und organisieren können.
Die geliebte Bienemajakoala (mit Herzchen und Schleifchen) legt auch gleich gut los: Die Sozialverbände steigen endlich beim Zivildienst aus, das wird mit ein bisschen Glück endlich die Schwachstellen im System aufdecken. Die menschenfeindliche Politik von Abschiebung, Ausgrenzung und Verarmung durch die Abdrängung in Niedriglohnbereiche kann nicht durch eine vorgeblich BürgerrechtsfreundlicheBürgerrechte gelten nämlich nur für solche. Und nicht für alle Menschen, die in diesem Land leben. Politik aufgewogen werden; der sachte Ausstieg aus dem Atomausstieg nur zur Mobilisierung von Protesten führen. Wenn wir jetzt anpacken und die Polarisierung nutzen.
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Anfix-Theorie II Wed, Nov 4. 2009
Bei der Vorbereitung der Podiumsdiskussion "Access-Blocking: Die Chimäre im Netz – Kinderschutz oder Einstieg in die Internetzensur?", bei der ich heute Abend sein werde, fiel mir noch mal die Stellungnahme von Prof. Dr. med. M. Osterheider zu den Netz-Sperren in die Hände.
Ich hatte vor ein paar Wochen in meinem Artikel Sachmeinungen geschrieben, was ich schon vor ein paar Monaten formuliert hatte:
Ich lag falsch. Osterheider schreibt wörtlich:
Es ist also
Mit Abbildungen Dokumentierten Kindesmissbrauchs hat das also – jedenfalls nach dieser Studie – nichts zu tun, dass die Hemmschwelle herabgesetzt wird.
Und ich frage mich ganz nebenbei: Wer Ermutigung und Bestätigung in einer Gruppe sucht, hat doch von vornherein eine Absicht zur Tat, oder?
Von den "Anfix"-Thesen der Zensursula und ihren FreundInnen bleibt für mich nunmehr kein bisschen Substanz übrig.
Ich hatte vor ein paar Wochen in meinem Artikel Sachmeinungen geschrieben, was ich schon vor ein paar Monaten formuliert hatte:
Der Konsum von Darstellungen von Kindesmissbrauch wirkt der Stellungnahme des Professors der Uni Regensburg zufolge enthemmend in Bezug auf einen späteren direkten Missbrauch.
Ich lag falsch. Osterheider schreibt wörtlich:
Mit zunehmendem Kinderpornographiekonsum verlieren auch zuvor nicht straffällige Täter zunehmend den Alltagsbezug, so dass die Interaktion mit Gleichgesinnten zu einer Art „gegenseitiger Bestätigung“ führt. Es entsteht somit zwangsläufig eine Herabsetzung der Grenze zwischen Realität und Phantasie (das heißt, pädophil veranlagte Personen, die ohne die Möglichkeiten eines Netzes Gleichgesinnter sozial isoliert bleiben würden, werden ermutigt, ihre sexuellen Wünsche auch real (in Taten) umzusetzen.Stellungnahme Osterheider
Es ist also
die Interaktion mit Gleichgesinnten, die zu
„gegenseitiger Bestätigung“ führt. Die Herabsetzung der Hemmschwelle erfolgt, weil sie in der Gruppe Bestätigung finden.
Mit Abbildungen Dokumentierten Kindesmissbrauchs hat das also – jedenfalls nach dieser Studie – nichts zu tun, dass die Hemmschwelle herabgesetzt wird.
Und ich frage mich ganz nebenbei: Wer Ermutigung und Bestätigung in einer Gruppe sucht, hat doch von vornherein eine Absicht zur Tat, oder?
Von den "Anfix"-Thesen der Zensursula und ihren FreundInnen bleibt für mich nunmehr kein bisschen Substanz übrig.
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Defined tags for this entry: anhörung, bundestag, kindesmissbrauch, stellungnahme, zensursula, zugerschwg

Alter Sack TM Wed, Oct 21. 2009
Ich glaube, ich bin in diesem Semester endgültig zum Alten Sack™ geworden.
Früher, ich meine damals, fand ich die Leute, die irgendwo in Sphären von 5 und mehr Semestern schwebten, schon immer komisch. Konnte mir auch irgendwie gar nicht vorstellen, wie man so ewig studieren kann, und was man im Hauptstudium macht auch nicht und überhaupt: Was macht man denn dann bitte, wenn man im 8. Semester ist oder darüber?
Jetzt bin ich im 8. Semester (sic) und weiss, was man da so macht und komme mir in manchen Veranstaltungen wie ein Alien vor. Und erinnere mich an mein erstes Semester zurück, als so ein damaliger Alter Sack™ in einer Veranstaltung so locker mit dem Dozenten (oder war's ne Tutorin?) sprach. Und daran, dass ich das irgendwie befremdlich fand. So typisches Alter Sack™-Verhalten eben.
Und jetzt sitze ich hier, gehe auch nicht mehr oft in die Mensa, weil ich schon sieben Semester lang angestanden habe; würde bei der nächsten Demo gegen Studiengebühren, Bachelor oder ähnliches wohl auch "dafür bin ich zu alt" oder "das ist bei mir eh bald vorbei" oder "das betrifft mich nicht mehr" antworten wenn mich so ein junger engagierter Studi (wie ich damals) anspricht und mir sagt, ich solle doch zur Vollversammlung kommen oder ich solle doch mitdemonstrieren. … Immerhin kann ich sagen, dass ich das zu meiner Zeit selbst noch gemacht habe – die Alten Säcke™, die mir damals diese Antworten geliefert haben, fand ich einfach nur kauzig oder arrogant oder ignorant, weil sie nix machten.
Und jetzt ertappe ich mich selber dabei, wie ich dem Prof so eine lockere Antwort geben möchte – aus dem Ärmel geschüttelt. Oder wie ich sage, ich würde für die ESO nichts machen und ich würde nicht zum Erstsemesterfrühstück kommen wollen. Ich denke mir: Der denkt jetzt genau das, was ich damals gedacht habe.
Also versucht uns… mir das Alter Sack™sein nachzusehen. Ich stehe etwas mehr als ein Jahr vor meinem Abschluss (wenn mein Masterplan funktioniert), muss nicht mal mehr 40CP Scheine machen (plus Projekt) und überlege, was ich in meinen letzten zwei regulären Semestern wohl für Themenfelder für die DA oder was auch immer ich danach mache, erschließen sollte. Ich habe jetzt Scheuklappen auf und will langsam fertig werden.
Ich finde das darf ich jetzt auch.
Früher, ich meine damals, fand ich die Leute, die irgendwo in Sphären von 5 und mehr Semestern schwebten, schon immer komisch. Konnte mir auch irgendwie gar nicht vorstellen, wie man so ewig studieren kann, und was man im Hauptstudium macht auch nicht und überhaupt: Was macht man denn dann bitte, wenn man im 8. Semester ist oder darüber?
Jetzt bin ich im 8. Semester (sic) und weiss, was man da so macht und komme mir in manchen Veranstaltungen wie ein Alien vor. Und erinnere mich an mein erstes Semester zurück, als so ein damaliger Alter Sack™ in einer Veranstaltung so locker mit dem Dozenten (oder war's ne Tutorin?) sprach. Und daran, dass ich das irgendwie befremdlich fand. So typisches Alter Sack™-Verhalten eben.
Und jetzt sitze ich hier, gehe auch nicht mehr oft in die Mensa, weil ich schon sieben Semester lang angestanden habe; würde bei der nächsten Demo gegen Studiengebühren, Bachelor oder ähnliches wohl auch "dafür bin ich zu alt" oder "das ist bei mir eh bald vorbei" oder "das betrifft mich nicht mehr" antworten wenn mich so ein junger engagierter Studi (wie ich damals) anspricht und mir sagt, ich solle doch zur Vollversammlung kommen oder ich solle doch mitdemonstrieren. … Immerhin kann ich sagen, dass ich das zu meiner Zeit selbst noch gemacht habe – die Alten Säcke™, die mir damals diese Antworten geliefert haben, fand ich einfach nur kauzig oder arrogant oder ignorant, weil sie nix machten.
Und jetzt ertappe ich mich selber dabei, wie ich dem Prof so eine lockere Antwort geben möchte – aus dem Ärmel geschüttelt. Oder wie ich sage, ich würde für die ESO nichts machen und ich würde nicht zum Erstsemesterfrühstück kommen wollen. Ich denke mir: Der denkt jetzt genau das, was ich damals gedacht habe.
Also versucht uns… mir das Alter Sack™sein nachzusehen. Ich stehe etwas mehr als ein Jahr vor meinem Abschluss (wenn mein Masterplan funktioniert), muss nicht mal mehr 40CP Scheine machen (plus Projekt) und überlege, was ich in meinen letzten zwei regulären Semestern wohl für Themenfelder für die DA oder was auch immer ich danach mache, erschließen sollte. Ich habe jetzt Scheuklappen auf und will langsam fertig werden.
Ich finde das darf ich jetzt auch.
Mehr Aufreger Thu, Oct 15. 2009
Schon wieder so ein Aufreger: Da hat es doch tatsächlich die Frankfurter Rundschau gewagt, jemanden prominent zu Wort kommen zu lassen, der die PiratInnen.oO(und zwar alle, jedeN einzelneN persönlich!) nicht mag:
Kolumne: Piraten, nein danke!
Da bedankt sich die Frau Langer aber, für sie ist gestern nämlich
Was erlauben die Frankfurter Rundschau, da unkommentiert in einer Kolumne jemanden zu Wort kommen zu lassen, der meint,
Mal davon abgesehen, dass er durchaus valide Punkte wie ein wirtschaftliches Interesse am sogenannten geistigen Eigentum hat, hat er natürlich teilweise auch unrecht.
Aber daraus dann zu folgern, man müsse jetzt die ganze FR unernstnehmen zeugte – wäre es nicht einfach unreflektiert dahingeschrieben – von einem totalitären Gemeinschaftsverständnis. Wer darf denn dann noch was sagen? Nur noch die, die bei der Piraten-Einheitspartei-Zensurbehörde nachgefragt haben, ob ihre Meinung gefällig ist?
Ob wir es wollen oder nicht, wir leben in einer Gesellschaft, in der verschiedene Menschen verschiedene Meinungen haben. Und mit Glück lesen wir Medien, die auch mal dem
Offensichtlich kommen Themen, die PiratInnen als Piratenthemen bezeichnen.oO(und andere als Netzthemen) in der Öffentlichkeit teilweise falsch an.
Entweder Meinungsfreiheit und Meinungspluralitätvielfalt oder Totalitarismus.
jm2c
[…] Deren Anliegen betreffen die ungehinderte Nutzung des World Wide Web, jener globalen Informationsmaschine, die unser Leben verändert hat. Aber es geht um mehr als dieses Universum unnützen Wissens, in dem niemand Geld verdient außer der Porno-Industrie, die uns listenreich mit ihrem Müll versorgt. Es geht um etwas sehr Fundamentales und Hochumstrittenes zugleich, das Privateigentum. […]
Kolumne: Piraten, nein danke!
Da bedankt sich die Frau Langer aber, für sie ist gestern nämlich
Der Tag, an dem ich aufhörte, die Frankfurter Rundschau ernstzunehmen!
Was erlauben die Frankfurter Rundschau, da unkommentiert in einer Kolumne jemanden zu Wort kommen zu lassen, der meint,
[wer] Freiheit und Sozialismus [wolle, müsse] Privateigentum und Wettbewerb wollen. […] Sonst ist das Netz nur noch eine Piratensee, sprich ein Meer des Unrechts. […].
Mal davon abgesehen, dass er durchaus valide Punkte wie ein wirtschaftliches Interesse am sogenannten geistigen Eigentum hat, hat er natürlich teilweise auch unrecht.
Aber daraus dann zu folgern, man müsse jetzt die ganze FR unernstnehmen zeugte – wäre es nicht einfach unreflektiert dahingeschrieben – von einem totalitären Gemeinschaftsverständnis. Wer darf denn dann noch was sagen? Nur noch die, die bei der Piraten-Einheitspartei-Zensurbehörde nachgefragt haben, ob ihre Meinung gefällig ist?
Ob wir es wollen oder nicht, wir leben in einer Gesellschaft, in der verschiedene Menschen verschiedene Meinungen haben. Und mit Glück lesen wir Medien, die auch mal dem
sinnfreien Geschreibsel an prominenter Stelle Öffentlichkeit einräumen. Dadurch kommt es dann vielleicht mal zu einer Diskussion. Oder man merkt, was andere Leute so denken und wo man seine eigene Argumentation und Öffentlichkeitsarbeit vielleicht noch verbessern kann.
Offensichtlich kommen Themen, die PiratInnen als Piratenthemen bezeichnen.oO(und andere als Netzthemen) in der Öffentlichkeit teilweise falsch an.
Entweder Meinungsfreiheit und Meinungs
jm2c
Sachmeinungen Sat, Oct 3. 2009
Ich mache das manchmal: Ich fange an, einen Artikel zu schreiben und kriege ihn nie fertig. Weil die Argumentation nicht funktioniert. Oder weil ich viel zu viel Zeit in die Recherche gesteckt habe und merke (bzw. mir eingestehe), dass ich eigentlich prokrastiniere.
Dabei kommt dann auch mal eine Antwort auf den Brief unter die Räder, den mir Marieluise Beck irgendwann Ende Juni als ausführliche Antwort auf meinen offenen Brief an sie geschrieben hat. Ist ja auch egal. Kurz gesagt: Sie hat sich dem CCCHB gegenüber gerechtfertigt, dass das nicht ihr Kern-Themengebiet sei und beweist mit ihrer Antwort, dass sie als Kompensation für ihre Unkenntnis die Argumentation von Zensuschi und anderen übernimmt.
Jetzt schmeisst @tauss mit einem Telepolis-Artikel von Twister um sich: Die religiöse Härte hinter dem Lächeln. Für den Artikel gilt absolutes Lesegebot.
Der Artikel erinnert mich jedenfalls daran, was ich bei der Recherche für die Antwort an Marieluise bemerkte. Deswegen gehe ich jetzt auf zwei Punkte aus ihrem Brief ein, für den ich – trotz Nachfrage – nie die Freigabe zur Veröffentlichung bekam:
Es gibt also genau eine Quelle für die immer wieder ausgewälzte Anfixtheorie und die angeblichen Präventiveffekte der Netzsperren. Alle anderen beziehen sich immer wieder auf diese Quelle.
Es mag zwar für Herrn Osterheider schön sein, so viel zitiert zu werden - aber wissenschaftlich ist die Schlussfolgerung aus einer Studie nicht.
Das passt ja aber gut dazu, dass Marieluise auch sinngemäß beim Gespräch sagte, die Wissenschaft sei ihr manchmal schlichtweg egal, wenn nunmal Ängste in der Bevölkerung existierten. (In Bezugnahme auf den Einwurf, dass härtere Strafandrohungen nach soziologischer Sachmeinung keinen Einfluss auf das Ausüben von Straftaten haben.)
Dabei kommt dann auch mal eine Antwort auf den Brief unter die Räder, den mir Marieluise Beck irgendwann Ende Juni als ausführliche Antwort auf meinen offenen Brief an sie geschrieben hat. Ist ja auch egal. Kurz gesagt: Sie hat sich dem CCCHB gegenüber gerechtfertigt, dass das nicht ihr Kern-Themengebiet sei und beweist mit ihrer Antwort, dass sie als Kompensation für ihre Unkenntnis die Argumentation von Zensuschi und anderen übernimmt.
Jetzt schmeisst @tauss mit einem Telepolis-Artikel von Twister um sich: Die religiöse Härte hinter dem Lächeln. Für den Artikel gilt absolutes Lesegebot.
Der Artikel erinnert mich jedenfalls daran, was ich bei der Recherche für die Antwort an Marieluise bemerkte. Deswegen gehe ich jetzt auf zwei Punkte aus ihrem Brief ein, für den ich – trotz Nachfrage – nie die Freigabe zur Veröffentlichung bekam:
gerade die Erschwerung des Abrufs [habe] einen Nutzen, weil der Konsum von Missbrauchsdarstellungen enthemmend wirke,Im Volksmund [nenne] man das "Anfixen"- bezogen auf die Stellungnahme von Prof. Dr. med. M. Osterheider von der Abteilung für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Universität am Bezirksklinikum Regensburg
- die
Umgehung [erfordere] ein erhöhtes Maß an krimineller Energie [und könne] damit vermutlichund sei damit ein
[einen] Teil der potentiellen Täter vom Einstieg in diese Welt [abhalten]Beitrag zum Opferschutz, ebenfalls bezogen auf die Stellungnahme Prof. Dr. Osterheiders
[…]
Der Konsum von Darstellungen von Kindesmissbrauch wirkt der Stellungnahme des Professors der Uni Regensburg zufolge enthemmend in Bezug auf einen späteren direkten Missbrauch. Die Maßnahme sei ein Beitrag zum Opferschutz. Du schreibst dann, die Umgehung der ZugErschw[erfordere] ein erhöhtes Maß an krimineller Energie.
Ich will die Untersuchungen der Regensburger nicht klein reden. Ich kann auch keine fundierte Aussage über den Umfang Sexueller Devianzforschung machen. Ich muss aber feststellen, dass es unter den Stellungnahmen genau die eine von Herrn Prof. Dr. Osterheider gab und keine weitere.
Auf die kleine Anfrage der FDP-Fraktion zur Sperrung von Webseiten mit kinderpornographischem Inhalt (BT-Drucksache 16/13245) antwortet die Bundesregierung (BT-Drucksache 16/13347) in praktisch allen Punkten, ihr lägen keine wissenschaftlichen Erkenntnisse vor. Bei der Antwort auf die Frage nach derEinschätzung, dass Zugangsblockaden die Produktion von Kinderpornographie und insbesondere den vorangegangenen Kindesmissbrauch mindern könntenbezieht sich die Bundesregierung ebenfalls allein auf die oben genannte Studie der Uni Regensburg.
Es gibt also genau eine Quelle für die immer wieder ausgewälzte Anfixtheorie und die angeblichen Präventiveffekte der Netzsperren. Alle anderen beziehen sich immer wieder auf diese Quelle.
Es mag zwar für Herrn Osterheider schön sein, so viel zitiert zu werden - aber wissenschaftlich ist die Schlussfolgerung aus einer Studie nicht.
Das passt ja aber gut dazu, dass Marieluise auch sinngemäß beim Gespräch sagte, die Wissenschaft sei ihr manchmal schlichtweg egal, wenn nunmal Ängste in der Bevölkerung existierten. (In Bezugnahme auf den Einwurf, dass härtere Strafandrohungen nach soziologischer Sachmeinung keinen Einfluss auf das Ausüben von Straftaten haben.)
Langsamkeit (update) Fri, Oct 2. 2009
Ich habe die Langsamkeit entdeckt. Jedenfalls, wenn es mal wieder einen #Piraten-Hype gibt.
Der Hype gestern:
Die Piratenpartei droht der Dschungelwelt mit rechtlichen Schritten.
Sofort gab's Aufschreie auf Twitter und in Blogs. Beispielsweise bei Herrn huettn beim Evil Daystar (Piraten und Pressefreiheit) und dann wurde auf den @rastadler geschimpft weil der geschimpft hat dass die Piraten nix von Meinungsfreiheit verstünden, woraufhin der sich dann rechtfertigte (Ich habe keine Ahnung von Grundrechten).
Und dann hat sich die Elke aufgeregt weil sie die Mail ja schließlich doch gekriegt hat (Jetzt wirds albern).
Und in den Kommentaren hat sie sich dann über mich aufgeregt weil ich mir dachte, dass sich viele Piraten im Moment so zu inszenieren verstehen, als hätten sie die Wahrheit erfunden (ist ja auch modern).
Jedenfalls dachte ich mir, dass das bestimmt wieder so gelaufen ist wie bei Dieter Nuhr. Der hat was nicht so positives (und nicht 100% kluges) gesagt, es gab nen Aufschrei von persönlich betroffenen kleinen Piraten, die sogleich "zurückgebasht" haben und "Hetze" ge(t)wittert haben. Und das hat jetzt zur Folge, dass der Nuhr den
Das hat die Elke noch mehr aufgeregt, jetzt denkt sie nämlich ich wollte sagen sie lüge:
Wollte ich aber gar nicht sagen. Ich wollte nur sagen es besteht die Möglichkeit, dass das gar nicht von einem gewichtigen Piraten kam sondern vielleicht kam's nur von einem lauten.
Und jetzt schreibt ein identi.ca-Account namens @seipenbusch:
Ich hab' dem Jens Seipenbusch auch eine Email geschrieben und ihn gebeten, doch zu dem Vorwurf mal Stellung zu nehmen. Bisher kam noch nix, ist aber auch nicht schlimm, weil die Welt geht ja nicht unter, es geht nur darum, ein mögliches Missverständnis aufzuklären.
Also warte ich mal ab. Bevor ich Skandal! schreie.
PS: Es ging um den aktuellen Jungle World-Leitartikel und darin ging's um die 18 Gründe. Außerdem gabs noch den intelligenten Kommentar von Elke, den ichsehrteilweise mochte: Rechts über Bord
Update (22:22h): Es gibt dazu heute einen Thread auf der Piraten-ML aktive@, in dem man sich sehr bemüht, cool zu bleiben (
Der Hype gestern:
Die Piratenpartei droht der Dschungelwelt mit rechtlichen Schritten.
Sofort gab's Aufschreie auf Twitter und in Blogs. Beispielsweise bei Herrn huettn beim Evil Daystar (Piraten und Pressefreiheit) und dann wurde auf den @rastadler geschimpft weil der geschimpft hat dass die Piraten nix von Meinungsfreiheit verstünden, woraufhin der sich dann rechtfertigte (Ich habe keine Ahnung von Grundrechten).
Und dann hat sich die Elke aufgeregt weil sie die Mail ja schließlich doch gekriegt hat (Jetzt wirds albern).
Und in den Kommentaren hat sie sich dann über mich aufgeregt weil ich mir dachte, dass sich viele Piraten im Moment so zu inszenieren verstehen, als hätten sie die Wahrheit erfunden (ist ja auch modern).
Jedenfalls dachte ich mir, dass das bestimmt wieder so gelaufen ist wie bei Dieter Nuhr. Der hat was nicht so positives (und nicht 100% kluges) gesagt, es gab nen Aufschrei von persönlich betroffenen kleinen Piraten, die sogleich "zurückgebasht" haben und "Hetze" ge(t)wittert haben. Und das hat jetzt zur Folge, dass der Nuhr den
Chaotenhaufennicht mehr mag. Auch die nicht, die ihn nicht total blöd anmachen sondern ihn nett bitten, doch nicht die ganze Partei über einen Kamm zu scheren.
Das hat die Elke noch mehr aufgeregt, jetzt denkt sie nämlich ich wollte sagen sie lüge:
Wenn […] der Vorwurf, die Jungle World habe sich diese Klagedrohung nur ausgedacht, weiter herumgeistert […]aus einem eigenen Kommentar zu ihrem Blogeintrag
Wollte ich aber gar nicht sagen. Ich wollte nur sagen es besteht die Möglichkeit, dass das gar nicht von einem gewichtigen Piraten kam sondern vielleicht kam's nur von einem lauten.
Und jetzt schreibt ein identi.ca-Account namens @seipenbusch:
@Jungle_World Die #Piratenpartei plant keine rechtlichen Schritte gegen Eure Geschmacklosigkeit #hype-Dent von @seipenbusch
Ich hab' dem Jens Seipenbusch auch eine Email geschrieben und ihn gebeten, doch zu dem Vorwurf mal Stellung zu nehmen. Bisher kam noch nix, ist aber auch nicht schlimm, weil die Welt geht ja nicht unter, es geht nur darum, ein mögliches Missverständnis aufzuklären.
Also warte ich mal ab. Bevor ich Skandal! schreie.
PS: Es ging um den aktuellen Jungle World-Leitartikel und darin ging's um die 18 Gründe. Außerdem gabs noch den intelligenten Kommentar von Elke, den ich
Update (22:22h): Es gibt dazu heute einen Thread auf der Piraten-ML aktive@, in dem man sich sehr bemüht, cool zu bleiben (
Gäähn, eine belanglose Bloggerin kackt irgentwelchen geistigen Dünnpfiff ins Netz […] Solange nicht irgentwelche _Beweise_ auf dem Tisch liegen […] sehe ich keinen Grund, sich damit weiter zu beschäftigen.) und wo dann zu guter Letzt auch Jens Seipenbusch antwortet:
Diese Mail ist nicht _vom Bundesvorstand_ aber möglicherweise von einem
Vorstandsmitglied unabgesprochen im Alleingang versendet worden.
Da sich dieses Vorstandsmitglied aber im Ausland aufhält, können wir das
erst in den nächsten Tagen klären. […]
Run away… Thu, Oct 1. 2009
Auf dem Spiel- und Sportplatz nebenan ist irgendwie wohl mal wieder ein Sportfest der benachbarten Schule. Ich glaube nächste Woche sind Herbstferien, daher wohl das Fest.
Ich habe davon erfahren, nicht etwa, weil ich hinüber schauen könnte, sondern weil die Schule eine ausreichend laute Anlage dort hin gestellt und offenhörlich einen Schüler mit einem iPod oder anderweitigen MP3-Player an den Klinkenstecker gelassen hat, der dort jetzt die ganze Palette seiner 4GB Dance-Schlager-Scheisse in ständig variierender Lautstärke, unter ständigem Skippen (weitergeskippt wurden beispielsweise ein angenehmer Remix von Smalltown Boy oder aber ein Lied vom aktuellen Gossip-Album) abspielen darf. Seit drei Stunden. Immer die selbe Musik.
Irgendein, offenbar unter Beruhigungsmittel- oder Drogeneinfluss stehender Lehrkörper hat dem Kind zudem ein Mikro gegeben, in das es zwischendurch gröhlen oder "lass den Scheiss" rufen darf.
Ich habe davon erfahren, nicht etwa, weil ich hinüber schauen könnte, sondern weil die Schule eine ausreichend laute Anlage dort hin gestellt und offenhörlich einen Schüler mit einem iPod oder anderweitigen MP3-Player an den Klinkenstecker gelassen hat, der dort jetzt die ganze Palette seiner 4GB Dance-Schlager-Scheisse in ständig variierender Lautstärke, unter ständigem Skippen (weitergeskippt wurden beispielsweise ein angenehmer Remix von Smalltown Boy oder aber ein Lied vom aktuellen Gossip-Album) abspielen darf. Seit drei Stunden. Immer die selbe Musik.
Irgendein, offenbar unter Beruhigungsmittel- oder Drogeneinfluss stehender Lehrkörper hat dem Kind zudem ein Mikro gegeben, in das es zwischendurch gröhlen oder "lass den Scheiss" rufen darf.
Für Sie ausgesucht (Update) Wed, Sep 30. 2009
Heute ist wieder ein richtig schöner Tag mit dem Weser-Kurier. Zwei Artikel, die ich gelesen habe, sind die Grundlage für einen schönen Tag:
1) Viele verzichten aufs Studium
In dem Artikel geht es darum, dass die Zahl der AbiturientInnen zwar um zwanzig Prozent gestiegen ist, die Erstsemester-Studierendenzahl sich aber nur um 2,4% erhöht habe. Der Weser-Kurier führt dies mit Hilfe seines Experten vom DSW, Stefan Grob, auf die gestiegene Arbeitsbelastung durch Bologna-reformierte Studiengänge zurück. Also auf Bachelor/Master. Grob wird zitiert mit den Worten:
Also frühzeitig, as in vor dem Studium? Entschuldigung, aber wie erhöht das die Studierendenzahlen? Das führt doch nur dazu, dass sich noch mehr AbiturientInnen nicht zutrauen, ein Studium anzufangen.
Und dann natürlich der Knaller:
2) Post von der Polizei empört Ritterhuderin
Die Polizei Bremen, Dienststelle K32/Sexualdelikte hat Briefe mit einer Einladung zum freiwilligen Speicheltest rumgeschickt, es geht um einen Vergewaltigungsfall am 1. September in Burgdamm. Also erst mal weiss ich ja nicht, was ein tatsächlich freiwilliger Speicheltest bringen soll, außer eben: Indirekt sozialen Druck auf alle (Männer) ausüben, damit sie sich dem Test unterziehen. Also unfreiwillig.
Aber am besten ist das Zitat der Ritterhuderin:
Schönen Tag noch.
Update (20091012): Selbstverständlich wurde jetzt der [Mutmaßliche] Vergewaltiger festgenommen:
1) Viele verzichten aufs Studium
In dem Artikel geht es darum, dass die Zahl der AbiturientInnen zwar um zwanzig Prozent gestiegen ist, die Erstsemester-Studierendenzahl sich aber nur um 2,4% erhöht habe. Der Weser-Kurier führt dies mit Hilfe seines Experten vom DSW, Stefan Grob, auf die gestiegene Arbeitsbelastung durch Bologna-reformierte Studiengänge zurück. Also auf Bachelor/Master. Grob wird zitiert mit den Worten:
Der Bachelor zwingt einen dazu, sich sehr früh klar zu werden: Ist es das? Und wo brauche ich Hilfe?. Man solle schon
frühzeitig Coachings zu den Fragen "Wie gehe ich mit Stress um?" und "Wie schaffe ich das hohe Lernpensum?" in Anspruch nehmen.
Also frühzeitig, as in vor dem Studium? Entschuldigung, aber wie erhöht das die Studierendenzahlen? Das führt doch nur dazu, dass sich noch mehr AbiturientInnen nicht zutrauen, ein Studium anzufangen.
Und dann natürlich der Knaller:
2) Post von der Polizei empört Ritterhuderin
Die Polizei Bremen, Dienststelle K32/Sexualdelikte hat Briefe mit einer Einladung zum freiwilligen Speicheltest rumgeschickt, es geht um einen Vergewaltigungsfall am 1. September in Burgdamm. Also erst mal weiss ich ja nicht, was ein tatsächlich freiwilliger Speicheltest bringen soll, außer eben: Indirekt sozialen Druck auf alle (Männer) ausüben, damit sie sich dem Test unterziehen. Also unfreiwillig.
Aber am besten ist das Zitat der Ritterhuderin:
Inhaltlich ist nichts daran auszusetzen, mein Mann wird sich natürlich an dem Test beteiligen, doch so kann man solche Post nicht versenden. Und das steht da einfach so.
Schönen Tag noch.
Update (20091012): Selbstverständlich wurde jetzt der [Mutmaßliche] Vergewaltiger festgenommen:
Die Beamten waren im Rahmen eines DNA-Massenspeicheltests auf den 41-Jährigen aufmerksam geworden.
Michael Jackson ist tot. Tue, Sep 1. 2009
Spätestens seit Michael Jacksons Tod dürften viele Leute auf ein Phänomen aufmerksam geworden sein, das seit einiger Zeit um sich greift: Flash mob Dancing.
Flash mobs, bei denen sich professionelle oder Hobby-Tänzerinnen und Tänzer zum Tanzen verabreden. Da fallen dann mehrere Hundert Leute mit Puffhosen in einem Einkaufszentrum ein und tanzen zu "Can't touch this".
Oder aber man verabredet sich gleich zu Hunderten auf Stockholms Sergels Torg und tanzt zu "Billy Jean".
Das verbindet dann auf extrem coole Weise gleich eine ganze Hand voll Elemente der individualistischen Popkultur:
Songs wie "Can't touch this" - zumindest aber "Billy Jean" sind Bestandteil eines weltweiten Pop-Kulturguts. Auf legale oder illegale Weise steht dieses auch jedem zur Verfügung, der mittels Computer und Internetzugang oder USB-Stick darauf zugreifen kann. Deswegen funktionieren die Flash mobs dann auch einfach.
Jeder versteht das "Samplen" der Musik für darauf aufbauende Kunst als Hommage an die bekannten Künstler.
Das ganze Werk wird dann vielfach audiovisuell aufgezeichnet und ohne einen Gedanken an EMI, Sony oder die Erben der Copyrights und Urheberrechte zu verschwenden, ins Netz gestellt und weiterverbreitet.
Youtube und andere kommerzielle Portale zahlen im Zweifelsfall entsprechende Vergütungen an die RechteinhaberInnen, bei der Verbreitung über private Websites, P2P oder ähnliches gehen die Rechteinhaber leer aus.
Ich nehme auch an, dass sie keinen Moment lang ernsthaft daran denken, für die Nutzung des entsprechenden Samples Gebühren zu verlangen. Weder von denjenigen, die mitten in der Öffentlichkeit das Sample öffentlich vorgeführt haben noch von denen, die die Aufzeichnungen davon privat weiterverbreitet haben.
Moralisch ist die Sache doch auch eindeutig: Es besteht kein Zweifel daran, dass auf Kulturgut aufgebaut wird, niemand schwingt sich zum Urheber auf und beansprucht für sich die Rechte an Dingen, die ohnehin allen gehören: Das Popkulturgut, die Idee von Flashmobs, die Idee, in Gruppen zu tanzen, die Idee, das zu choreographieren, aufzuzeichnen und weiterzuverbreiten - alles Allgemeingut. Niemand verliert, alle profitieren.
Moment, alle? Nein. Nicht alle. Dem kleinen gallischen Dorf "Musikindustrie" ist der Zaubertrank ausgegangen und jetzt versucht es verzweifelt, seine Existenzberechtigung aufrechtzuerhalten.
Ganz verkürzt gesagt: Lasst sie doch. Vermarktung, Tourneen, Neuentdeckungen und Weltstars die Hotelzimmer besorgen müssen irgendwelche Leute machen. Ob das jetzt Konzerne machen oder Netlabels, es bleibt eine gewisse Notwendigkeit für die.
Der Ausweg heisst nicht Schulhöfe kriminalisieren und Popkultur von Anno Dazumal konservieren sondern "Kulturflatrate" und ein deutsches Pendant für "Fair Use".
Die Schlussfolgerung ist zwingend. Die weitere Schlussfolgerung ist für mich "Piratenpartei wählen", aber das überlasse ich euch. Kann man ja auch etwas lockerer auslegen und "Piraten wählen" gehen - egal in welcher Partei (solang die das auch so meinen).
Flash mobs, bei denen sich professionelle oder Hobby-Tänzerinnen und Tänzer zum Tanzen verabreden. Da fallen dann mehrere Hundert Leute mit Puffhosen in einem Einkaufszentrum ein und tanzen zu "Can't touch this".
Oder aber man verabredet sich gleich zu Hunderten auf Stockholms Sergels Torg und tanzt zu "Billy Jean".
Das verbindet dann auf extrem coole Weise gleich eine ganze Hand voll Elemente der individualistischen Popkultur:
Songs wie "Can't touch this" - zumindest aber "Billy Jean" sind Bestandteil eines weltweiten Pop-Kulturguts. Auf legale oder illegale Weise steht dieses auch jedem zur Verfügung, der mittels Computer und Internetzugang oder USB-Stick darauf zugreifen kann. Deswegen funktionieren die Flash mobs dann auch einfach.
Jeder versteht das "Samplen" der Musik für darauf aufbauende Kunst als Hommage an die bekannten Künstler.
Das ganze Werk wird dann vielfach audiovisuell aufgezeichnet und ohne einen Gedanken an EMI, Sony oder die Erben der Copyrights und Urheberrechte zu verschwenden, ins Netz gestellt und weiterverbreitet.
Youtube und andere kommerzielle Portale zahlen im Zweifelsfall entsprechende Vergütungen an die RechteinhaberInnen, bei der Verbreitung über private Websites, P2P oder ähnliches gehen die Rechteinhaber leer aus.
Ich nehme auch an, dass sie keinen Moment lang ernsthaft daran denken, für die Nutzung des entsprechenden Samples Gebühren zu verlangen. Weder von denjenigen, die mitten in der Öffentlichkeit das Sample öffentlich vorgeführt haben noch von denen, die die Aufzeichnungen davon privat weiterverbreitet haben.
Moralisch ist die Sache doch auch eindeutig: Es besteht kein Zweifel daran, dass auf Kulturgut aufgebaut wird, niemand schwingt sich zum Urheber auf und beansprucht für sich die Rechte an Dingen, die ohnehin allen gehören: Das Popkulturgut, die Idee von Flashmobs, die Idee, in Gruppen zu tanzen, die Idee, das zu choreographieren, aufzuzeichnen und weiterzuverbreiten - alles Allgemeingut. Niemand verliert, alle profitieren.
Moment, alle? Nein. Nicht alle. Dem kleinen gallischen Dorf "Musikindustrie" ist der Zaubertrank ausgegangen und jetzt versucht es verzweifelt, seine Existenzberechtigung aufrechtzuerhalten.
Ganz verkürzt gesagt: Lasst sie doch. Vermarktung, Tourneen, Neuentdeckungen und Weltstars die Hotelzimmer besorgen müssen irgendwelche Leute machen. Ob das jetzt Konzerne machen oder Netlabels, es bleibt eine gewisse Notwendigkeit für die.
Der Ausweg heisst nicht Schulhöfe kriminalisieren und Popkultur von Anno Dazumal konservieren sondern "Kulturflatrate" und ein deutsches Pendant für "Fair Use".
Die Schlussfolgerung ist zwingend. Die weitere Schlussfolgerung ist für mich "Piratenpartei wählen", aber das überlasse ich euch. Kann man ja auch etwas lockerer auslegen und "Piraten wählen" gehen - egal in welcher Partei (solang die das auch so meinen).
Und weiter gehts mit den Grünen Bremen bergab Mon, Aug 17. 2009
Eben hat Eike Schurr gezwitschert, dass er seine Aktivitäten bei der Grünen Jugend und den Grünen Bremen ab sofort ruhen lassen wird. Dazu schrieb er in seinem Blog:
Die genauen Details, auf die Eike anspricht, sind mir nicht bekannt, ich kann aber bestätigen, dass die einzige Reaktion auf meinen Offenen Brief war, dass man meine "Kündigung" erhalten habe, ich die Mitgliedsbeiträge bis August aber noch bezahlen dürfe..oO(Aus dem Newsletter scheide ich dann vermutlich mit dem Ablauf des Abos auch aus, sonst muss ich die Emails als unerwünschte Werbung ansehen…)
Was die Reaktion auf offene Briefe anderer Bremer Mitglieder wie beispielsweise S. angeht oder ggf. andere offene Briefe, habe ich zumindest nichts anderes gehört.
Man scheint das Thema auszusitzen.
„Die wissen doch gar nicht was Politik ist“, auch eine Tendenz, die ich in den letzten Wochen und Monaten gegenüber der GRÜNEN JUGEND wahrnehmen konnte.Grüne Politik in Bremen und Nachwuchs passen offenbar nicht zusammen
Pressemitteilungen wurden vom Fraktionsvorsitzenden Matthias Güldner in einer diffamierenden Form kommentiert, als wäre man nicht auf Augenhöhe.
Die Diskussion zu Netzsperren blieben vom Landesvorstand unkommentiert. Offene Briefe und direkte Anschreiben an den Landesvorstand wurden bis heute noch nicht beantwortet, obwohl diese bereits vor Wochen zugestellt wurden.
Unzählige Anfragen wurden mit einfachen Ausreden entgegnet, man hätte keine Zeit oder es passe grad nicht.
Das alles zeigt pures Desinteresse an politischem Nachwuchs.
Die genauen Details, auf die Eike anspricht, sind mir nicht bekannt, ich kann aber bestätigen, dass die einzige Reaktion auf meinen Offenen Brief war, dass man meine "Kündigung" erhalten habe, ich die Mitgliedsbeiträge bis August aber noch bezahlen dürfe..oO(Aus dem Newsletter scheide ich dann vermutlich mit dem Ablauf des Abos auch aus, sonst muss ich die Emails als unerwünschte Werbung ansehen…)
Was die Reaktion auf offene Briefe anderer Bremer Mitglieder wie beispielsweise S. angeht oder ggf. andere offene Briefe, habe ich zumindest nichts anderes gehört.
Man scheint das Thema auszusitzen.
Geliebte Blumenkohltaste Mon, Aug 17. 2009
(this is a work in progress)
(no I'm fine, thanks)
Oh Blumenkohl
ich bleib dir treu
wenn ich dich drück
wie ich mich freu!
Und warst du auch ein Apfel einst
verstecken kannst du nicht
was im Inneren du meinst.
ich bleib dir treu
wenn ich dich drück
wie ich mich freu!
Und warst du auch ein Apfel einst
verstecken kannst du nicht
was im Inneren du meinst.
(no I'm fine, thanks)
Re: Wahlspot Dilemma Tue, Aug 11. 2009
Herr bleed (Sascha Kösch) schreibt in der De:Bug (die ich schätze wenngleich viel zu selten konsumiere) unter dem Titel Wahlspot Dilemma, dass er die Piratenpartei nicht wählen könne, selbst wenn er wollte.
Er begründet die Entscheidung mit der Wahl der Hintergrundmusik für den freien Piratenspot freie Lizenzen und Überwachung:
.oO(mein erstes Video in nem Blogeintrag)
Die besteht nämlich - das wusste ich gar nicht, als ich den Spot vor einigen Wochen das erste Mal sah - aus Samples aus Disney's Mary Poppins. Zusammengefrickelt (upgemasht) hat das POGO, der anscheinend aus Australien kommt.
Fragt meinen last.fm-Account und ihr wisst, dass ich finde, dass Mash Ups zu den größten künstlerischen Leistungen der Internetpopkultur gehören.
Herr bleed hat natürlich Recht. Mit dem Urheberrecht und dem Copyright gehen nämlich Mash Ups praktisch überhaupt nicht. Esseidenn man hat das Glück, schon bekannt genug zu sein, um das Geld zu haben, die Lizenzen für die Samples einzukaufen.
Mash Ups verlinken geht also gar nicht, weil verlinken weiterverbreiten ist und das auch noch kommerziell im Rahmen dieser Internetpräsenz. Nur gut, dass ich nur zitiere und mich kritisch damit auseinandersetze. Vonwegen rechtsfrei - argh.
Aber Herr bleed hat Unrecht damit, dass er deswegen nicht Piraten wählen sollte. Und er liefert die Begründung gleich mit: Fair Use gibt es im deutschen Urheberrecht praktisch nicht. Das heisst aber nicht, dass es sie nicht geben sollte.
Das dreiste bis unverfrorene Samplen von beliebigen Materialien ist doch eine der coolsten Errungenschaften, die das Web zu bieten hat. JedeR kann mitmachen. Alle können zugucken und mitnicken. Was machen, worauf die Konzerne nicht kommen. Das ist doch alles nichts neues mehr. Deswegen kann man doch nicht Piraten nicht wählen.
Natürlich müssen die Piraten sich an Gesetze halten und können den Spot nicht ohne die entsprechenden Lizenzen an verwendeten Samples verbreiten. Und sicher gibt es einige PiratInnen, die das nicht blicken. Aber da blicken es überhaupt welche.
Er begründet die Entscheidung mit der Wahl der Hintergrundmusik für den freien Piratenspot freie Lizenzen und Überwachung:
.oO(mein erstes Video in nem Blogeintrag)
Die besteht nämlich - das wusste ich gar nicht, als ich den Spot vor einigen Wochen das erste Mal sah - aus Samples aus Disney's Mary Poppins. Zusammengefrickelt (upgemasht) hat das POGO, der anscheinend aus Australien kommt.
Fragt meinen last.fm-Account und ihr wisst, dass ich finde, dass Mash Ups zu den größten künstlerischen Leistungen der Internetpopkultur gehören.
Herr bleed hat natürlich Recht. Mit dem Urheberrecht und dem Copyright gehen nämlich Mash Ups praktisch überhaupt nicht. Esseidenn man hat das Glück, schon bekannt genug zu sein, um das Geld zu haben, die Lizenzen für die Samples einzukaufen.
Mash Ups verlinken geht also gar nicht, weil verlinken weiterverbreiten ist und das auch noch kommerziell im Rahmen dieser Internetpräsenz. Nur gut, dass ich nur zitiere und mich kritisch damit auseinandersetze. Vonwegen rechtsfrei - argh.
Aber Herr bleed hat Unrecht damit, dass er deswegen nicht Piraten wählen sollte. Und er liefert die Begründung gleich mit: Fair Use gibt es im deutschen Urheberrecht praktisch nicht. Das heisst aber nicht, dass es sie nicht geben sollte.
Das dreiste bis unverfrorene Samplen von beliebigen Materialien ist doch eine der coolsten Errungenschaften, die das Web zu bieten hat. JedeR kann mitmachen. Alle können zugucken und mitnicken. Was machen, worauf die Konzerne nicht kommen. Das ist doch alles nichts neues mehr. Deswegen kann man doch nicht Piraten nicht wählen.
Natürlich müssen die Piraten sich an Gesetze halten und können den Spot nicht ohne die entsprechenden Lizenzen an verwendeten Samples verbreiten. Und sicher gibt es einige PiratInnen, die das nicht blicken. Aber da blicken es überhaupt welche.
Posted by Sebastian Raible
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